Die AfD Frak­ti­on Rei­ni­cken­dorf stellt klar, dass es im Be­zirk Rei­ni­cken­dorf kei­ne wei­te­ren Un­ter­künf­te für Asyl­be­wer­ber (MUF oder Tem­po­home) ge­ben darf, so­lan­ge es nicht sei­tens des Se­nats trans­pa­ren­te Zah­len gibt und ei­ne kon­kre­te Bür­ger­be­tei­li­gung durch­ge­führt wor­den ist.

Es ist nicht nach­voll­zieh­bar, wie der Be­zirk Rei­ni­cken­dorf lau­fend ge­zwun­gen wird, mög­li­che Flä­chen für Asyl­be­wer­ber­un­ter­künf­te dar­zu­le­gen, wenn die­se Flä­chen viel­leicht gar nicht be­nö­tigt wer­den; Flä­chen die nicht wirk­lich für die­sen Zweck vor­han­den sind, son­dern an­der­wei­tig drin­gend be­nö­tigt werden.

Bauarbeiten bei der Unterkunft für Asylbewerber in Berlin Reinickendorf

Ge­bäu­de am Senf­ten­ber­ger Ring Ber­lin Rei­ni­cken­dorf — Un­ter­kunft für Asylbewerber

Keine Unterkünfte für Asylbewerber für ausreisepflichtige Migranten

Die AfD for­dert, dass end­lich sei­tens des Se­nats kon­se­quent al­le ehe­ma­li­gen Asyl­be­wer­ber, die letzt­end­lich kein Asyl­recht be­kom­men ha­ben, ab­ge­scho­ben wer­den. Nur ei­ne kla­re An­wen­dung gel­ten­den Rechts führt zu ver­läss­li­chen Zah­len, wie vie­le MUFs oder Tem­po­ho­mes wir in Ber­lin über­haupt be­nö­ti­gen, um Asyl­be­wer­ber die ein Blei­be­recht be­sit­zen, un­ter­brin­gen zu können.

Dar­über­hin­aus muss es bei je­dem ge­plan­ten MUF oder Tem­po­home zu­vor ei­ne Bür­ger­be­tei­li­gung der An­woh­ner ge­ben, in­wie­weit von ih­nen ein der­ar­ti­ger Bau mit­ge­tra­gen wird. Nur so kann das Ver­trau­en der Men­schen in un­se­rem Lan­de in die Po­li­tik und die öf­fent­li­che Ver­wal­tung wie­der her­ge­stellt wer­den und Po­li­tik­ver­dros­sen­heit ab­ge­baut wer­den. Wenn Men­schen das Ge­fühl be­kom­men müs­sen, dass Po­li­tik will­kür­lich han­delt und sich so­gar be­wusst ver­sucht ge­gen gel­ten­des Recht zu stel­len, kann es nicht zu ei­ner ge­sell­schaft­li­chen Ver­bun­den­heit kom­men. Ein Vor­ge­hen wie es der Ber­li­ner Se­nat vor­lebt ist Schuld dar­an, dass un­se­re Ge­sell­schaft so zer­ris­sen ist und letzt­end­lich auch In­te­gra­ti­on nicht funk­tio­nie­ren kann.

Aus­sa­gen der Frak­ti­on der Grü­nen, dass Bür­ger­be­tei­li­gung nur sinn­voll ist, wenn Sie den po­li­ti­schen Leit­li­ni­en nicht wi­der­spricht sind nicht nur falsch, son­dern ver­ant­wor­tungs­los. Der Bür­ger ist der Sou­ve­rän, er ent­schei­det letzt­end­lich, in wel­che Rich­tung sich Po­li­tik ent­wi­ckeln soll und dass nicht nur al­le 4 oder 5 Jah­re bei Wah­len, son­dern durch kon­kre­te Bür­ger­be­tei­li­gung auch zu sons­ti­gen Zei­ten. Dies führt dann letzt­end­lich auch zu ei­ner hö­he­ren Ak­zep­tanz der ge­mein­sam ge­fun­de­nen Entscheidungen.

Ak­tu­el­le Un­ter­künf­te für Asyl­be­wer­ber in Rei­ni­cken­dorf sind in der

  • Ber­nau­er Straße
  • Karl-Bon­hoef­fer-Ner­ven­kli­nik
  • Senf­ten­ber­ger Ring
Bürgerbeteiligung zum Thema Unterkünfte für Asylbewerber von der SPD unerwünscht?

Aus­sa­gen der SPD Frak­ti­on, Bür­ger­be­tei­li­gung kön­ne nicht funk­tio­nie­ren, weil die The­men oft so kom­plex sind, dass sie nicht von den Men­schen ver­stan­den wür­den, sind ei­ne völ­li­ge Miss­ach­tung des Bür­gers. Man darf die Men­schen nicht un­ter­schät­zen; sie wis­sen ganz ge­nau, in wel­che Rich­tung sich ih­rer Mei­nung nach die Ge­sell­schaft ent­wi­ckeln soll und das ist von der Po­li­tik zu be­glei­ten und auf­zu­neh­men. Fäl­le wie die Ab­stim­mung über die Of­fen­hal­tung des Flug­ha­fens Te­gel und die an­schlie­ßen­de to­ta­le Miss­ach­tung des Ab­stim­mungs­er­geb­nis­ses zeu­gen von ei­ner ab­so­lu­ten Ab­ge­ho­ben­heit der po­li­ti­schen Klasse.

Der Bau von Unterkünften für Asylbewerber ist auch eine Frage der sozialen Gerechtigkeit.

Man­gels of­fen ge­leg­ter Zah­len über die blei­be­be­rech­tig­ten Asyl­be­wer­ber in Ber­lin und Rei­ni­cken­dorf be­zwei­felt die AfD Frak­ti­on Rei­ni­cken­dorf, dass über­haupt ein ein­zi­ges MUF oder Tem­po­home im Be­zirk not­wen­dig ist oder zu­sätz­lich ge­baut wer­den muss. Im­mer wie­der lässt der Se­nat von Ber­lin ver­laut­ba­ren, dass er al­le Mög­lich­kei­ten nut­zen wer­de um il­le­gal sich in Ber­lin auf­hal­ten­de Men­schen nicht in ih­re Hei­mat­län­der ab­zu­schie­ben. Das wi­der­spricht nicht nur der Auf­fas­sung der AfD Frak­ti­on Rei­ni­cken­dorf, son­dern in­zwi­schen auch bun­des­weit der po­li­ti­schen Li­nie. Es ist auch ei­ne Fra­ge der so­zia­len Ge­rech­tig­keit, in­wie­weit die knap­pen Gel­der für il­le­gal in Rei­ni­cken­dorf le­ben­de Men­schen aus­ge­ge­ben wer­den oder aber für die­je­ni­gen, die hier woh­nen und le­ben und so­zia­le Un­ter­stüt­zun­gen mit Recht ein­for­dern. Wir be­nö­ti­gen mehr Un­ter­stüt­zung um so­zi­al schwa­chen Fa­mi­li­en zu hel­fen auf die Bei­ne zu kom­men und ge­sell­schaft­li­che Teil­ha­be zu er­hal­ten. Wir müs­sen da­für sor­gen, dass un­se­re Kin­der in sa­nier­ten Schu­len groß wer­den, ge­nü­gend Leh­rer zur Ver­fü­gung ste­hen und in­di­vi­du­el­le Stär­ken un­se­rer Kin­der un­ter­stützt, in­di­vi­du­el­le Schwä­chen be­sei­tigt wer­den. Wir be­nö­ti­gen ge­ra­de in der käl­te­ren Jah­res­zeit mehr Hil­fe für Woh­nungs­lo­se und Ob­dach­lo­se Menschen.

In die­sem Zu­sam­men­hang möch­te ich zum The­ma Un­ter­künf­te für Asyl­be­wer­ber auf un­se­re Woh­nungs­bau po­li­ti­schen Leit­li­ni­en hinweisen.Dort ist u.a. nachzulesen:

Durch kon­se­quen­te Ab­schie­bung nicht blei­be­be­rech­tig­ter ehe­ma­li­ger Asyl­be­wer­be­rer kön­nen wir auf den Bau und den Be­trieb von MUFs und Tem­po­ho­mes ver­zich­ten, statt­des­sen die­se Ka­pa­zi­tä­ten dem all­ge­mei­nen Woh­nungs­bau zu­kom­men lassen.

Schaffung von Wohnraum anstatt Unterkünfte für Asylbewerber.

Statt MUFs und Tem­po­ho­mes zu bau­en for­dert die AfD Frak­ti­on Rei­ni­cken­dorf das Be­zirks­amt auf al­les zu tun um auf po­ten­ti­el­len Bau­flä­chen all­ge­mei­nen Wohn­raum zu schaf­fen, um die auch in Rei­ni­cken­dorf ex­or­bi­tant stei­gen­den Miet­prei­se in den Griff zu be­kom­men. Po­ten­ti­el­le Bau­flä­chen, Bra­chen sind zü­gig dem Woh­nungs­bau zur Ver­fü­gung zu stel­len. Mit­hil­fe der lan­des­ei­ge­nen Woh­nungs­bau­ge­sell­schaf­ten aber auch der Woh­nungs­bau­ge­nos­sen­schaf­ten ist neu­er Wohn­raum in Rei­ni­cken­dorf zu schaffen.
Der Ver­such des Ber­li­ner Se­nats, dem Be­zirk Rei­ni­cken­dorf ge­gen al­le Wi­der­stän­de mög­li­che Stand­or­te für MUFs oder Tem­po­ho­mes auf­zu­drü­cken wird al­lein schon dar­an schei­tern, dass es gar kei­ne mög­li­chen Stand­or­te im Be­zirk gibt. Die in der Ver­gan­gen­heit in´s Spiel ge­brach­ten Stand­or­te schei­tern nicht nur an der Ak­zep­tanz der Be­völ­ke­rung, son­dern an den in­di­vi­du­el­len Pro­ble­men ei­nes je­den Stand­or­tes, die da­zu füh­ren, das letzt­end­lich kein Ein­zi­ger Be­stand ha­ben wird.

Werbebanner der AfD Berlin Reinickendorf

Das po­li­ti­sche Wir­ken der AfD in Rei­ni­cken­dorf. Im­mer gut informiert.

Diverse Standorte ungeeignet für den Bau von Unterkünften für Asylbewerber.

Des­halb kann es we­der am Stand­ort Pa­ra­cel­sus Bad ein neu­es MUF ge­ben (schei­det aus Denk­mal­schutz Grün­den so­wie aus Grün­den des Na­tur­schut­zes aus), noch auf dem Ge­län­de der Karl-Bon­hoef­fer Ner­ven­heil­an­stalt (schei­det auf­grund der be­reits vor­han­de­nen gro­ßen Be­las­tung mit Asyl­be­wer­bern so­wie dem Wil­len der Mehr­heit der BVV aus, an die­sem Stand­ort all­ge­mei­nen Woh­nungs­bau mit Ki­ta und Se­nio­ren­ein­rich­tung zu entwickeln).
Der vom Se­nat an­ge­dach­te Stand­ort in der Ci­té Foch schei­det aus, weil nun­mehr der Bund Ei­gen­tums­rech­te re­kla­miert und dort nach­voll­zieh­bar eben­falls all­ge­mei­nen Woh­nungs­bau er­rich­ten möch­te. Un­ter­künf­te für Asyl­be­wer­ber kön­nen dort nicht er­rich­tet werden.
Der Stand­ort am Waid­manns­lus­ter Damm 10–14 wird wie be­reits von der BVV ein­stim­mig be­schlos­sen für den Neu­bau ei­ner drin­gend be­nö­tig­ten In­te­grier­ten Se­kun­dar­schu­le be­nö­tigt und wür­de auch jetzt aus Grün­den der be­stehen­den Ver­trä­ge gar nicht für ein MUF zur Ver­fü­gung stehen.Das zur Prü­fung von der AfD Frak­ti­on an­ge­spro­che­ne Are­al in der Sen­hei­mer Stra­ße in Froh­nau scheint un­ter Grund­la­ge der Frohnau­er Bau­richt­li­ni­en so­wie des Platz­be­darfs für den neu­en Er­satz­standstand­ort für die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr Herms­dorf denk­bar un­ge­eig­net zu sein.

Da­her bleibt es da­bei, kein wei­te­res MUF oder Tem­po­home in Rei­ni­cken­dorf, son­dern statt­des­sen ei­ne kon­se­quen­te Ab­schie­bung al­ler nicht Bleibeberechtigten.